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Nintendo

Nintendo

Die japanische Firma Nintendo Co. Ltd. ist einer der weltweit führenden Produzenten von Unterhaltungselektronik und hat neben Super Mario und dem Game Boy noch eine ganze Menge anderer Spielserien und Konsolen auf den Markt gebracht. Der Name der Firma setzt sich aus den Silben "nin" (= Aufgabe, Pflicht, Verantwortung), "ten" (= Himmel) und "do" (= Tempel, Halle) zusammen und bedeutet übersetzt soviel wie "Lege das Glück in die Hände des Himmels".

Wie viele andere große Firmen auch, hat Nintendo als kleines Unternehmen angefangen und sich erst im Laufe der Jahre zu dem weltweit bekannten Großunternehmen entwickelt, als das man es heute kennt. Heute kann die Firma mit Stolz auf mehr als 100 Jahre Firmengeschichte zurückblicken.

Auf dieser Seite findet ihr eine Zusammenfassung der gesamten Firmengeschichte von Nintendo und die Biografien zu den wichtigsten Personen im Zusammenhang mit der Firma. Durch einen Klick auf eine Zeitspanne bzw. Namen, scrollt der Browser automatisch zu dem jeweiligen Text.

 
Übersicht

Firmengeschichte

Personen

 
Firmengeschichte

1889-1969

1889:

Der japanische Geschäftsmann Fusajiro Yamauchi gründete in Kyoto, Japan die Firma "Nintendo Koppai", welche sich zunächst mit der Herstellung von Hanafuda-Spielkarten (Spielkarten mit Blumenmotiven) für den Export beschäftigte.

1902:

In 13 Jahren entwickelte sich die Firma in Japan schnell zum Marktführer auf dem Gebiet der Spielkartenherstellung. In dieser Zeit gewannen die Hanafuda-Karten sowohl in Japan, als auch im Rest der Welt an Popularität.

1929:

Fusajiro Yamauchi ging in den Ruhestand und überließ Nintendo seinem Schwiegersohn Sekiryo Kaneda, der auf Wunsch des Schwiegervaters den Nachnamen Yamauchi annahm.

1933:

Sekiryo Yamauchi gründete ein Joint-Venture Unternehmen und benannte Nintendo in "Yamauchi Nintendo & Co." um.

1947:

Um den Verkauf der Karten zu erhöhen, gründete Sekiryo Yamauchi die Vertriebsgesellschaft "Marufuku Co. Ltd.".

1949:

Sekiryo Yamauchi erlitt einen Schlaganfall und erklärte seinen Enkel Hiroshi Yamauchi zum neuen Präsident von Nintendo. Noch im selben Jahr starb Sekiryo an den Folgen seines Schlaganfalls.

1951:

Nintendo stellte ausschließlich die umsatzkräftigen Hanafuda-Spielkarten her und nannte sich nun "Nintendo Playing Card Co. Ltd.". Das Unternehmen stellte die Produktion außerdem auf Plastikspielkarten um, weil Hiroshi Yamauchi erkannte, dass diese wesentlich günstiger hergestellt werden können als Papierkarten.

1952:

Es wurden viele Produktionsstätten in ganz Kyoto, Japan errichtet.

1953:

Nintendo wurde das erste Unternehmen in Japan, das mit der Massenproduktion von Plastikspielkarten Erfolg hatte.

1959:

Aufgrund der immer größer werdenden Erfolge von Walt Disney, kooperierte Nintendo mit dem Disney-Konzern und erhielt die Lizenz, Karten mit Disney-Motiven zu verkaufen. Damit eröffnete die Firma einen neuen Markt für Kinderspiele in Japan. Der Erfolg der Disney-Karten hielt allerdings nicht lange an, weil in Japan kurze Zeit später qualitativ hochwertigere Karten aus den USA auf den Markt kamen. Daraufhin versuchte sich Nintendo mit der Eröffnung eines Liebeshotels, eines Taxi-Unternehmens und eines Versandes für Instant-Reis, was sich jedoch alles als Misserfolg herausstellte.

1962:

Nintendo ging an die Börse und wurde im zweiten Index der Börse von Kyoto notiert. Die Aktie stieg ständig an und gehört heute zu den erfolgreichsten Aktien von ganz Japan.

1963:

Hiroshi Yamauchi benannte Nintendo in "Nintendo Co. Ltd." um. Die Firma produzierte jetzt, neben Spielkarten, auch Gesellschaftsspiele.

1969:

Nintendo errichtete eine Produktionsstätte in Uji City, einem Vorort von Kyoto. Die Firma begann nun auch anderen Spielsachen herzustellen, unter denen sich auch kleineres elektronisches Spielzeug befand.

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Firmengeschichte

1970-1979

1970:

Nintendo verkaufte mit der "Ultra Hand" sein erstes Spielzeug, das einen größeren kommerziellen Erfolg erzielte. In diesem Jahr entwickelte und verkaufte die Firma zudem die sogenannten Beam-Guns, bei denen es sich um elektrische Spielzeuggewehre handelt, mit denen man per Lichtwellen "Schüsse" abfeuern kann. Die Beam-Gun-Reihe war das erste elektronische Spielzeug, das in Japan größere Erfolge hatte. Aufgrund der Erfolge entwickelte die Firma weitere elektronische Spielzeuge, wie zum Beispiel Love-Tester. Die Aktien von Nintendo wurden außerdem im ersten Börsenindex von Osaka notiert.

1973:

Nintendo entwickelte ein System zum Laser-Tontaubenschießen, das Bowling als liebste Freizeitbeschäftigung der Japaner ablöst.

1974:

Die Firma entwickelte für Spielhallen ein 16mm Filmprojektionssystem, mit dem man schnelle Arcade-Spiele spielen kann. Dieses System beinhaltet eine Autosimulation, diverse Geschicklichkeitsspiele, sowie einen einfachen Light-Gun-Shooter. Es kam bei den Leuten gut an und wurde deshalb auch nach Europa und Amerika exportiert.

1975:

Nintendo sah ein großes Potenzial in den aufkommenden Arcade-Automaten und sicherte sich die japanischen Vertriebsrechte an der "Magnavox Odyssey", die weltweit erste Spielkonsole. Weil der Firma allerdings das nötige Wissen für die neue Technologie fehlte, kooperierte Nintendo mit Mitsubishi Electric und konnte so seinen ersten Arcade-Automaten mit EVR-Player (elektronisches Videoaufzeichnungsgerät) entwickeln. Das installierte Spiel war "EVR Race", bei dem Pferde ein Rennen liefen und bis zu sechs Spieler auf den Sieger tippen mussten.

1976:

Nintendo erweiterte sein Arcade-Spiel um einen Mikroprozessor, durch diesen erstmals echte Interaktivität möglich war.

1977:

In Zusammenarbeit mit Mitsubishi Electric, veröffentlichte Nintendo sein erstes eigenes Heimvideospielsystem, das "Color TV Game 6". Bei diesem handelt es sich um ein elektronisches Spielzeug, das an den Fernseher angeschlossen und über die integrierten Drehregler gesteuert wird. Das installierte Spiel "Light Tennis" kann von zwei Personen in sechs verschiedenen Versionen gespielt werden (daher auch der Name "Color TV Game 6") und hat das Ziel, den Ball mit dem Schläger hinter die Linie des Gegners zu befördern. Schon kurz nach der Veröffentlichung des "Color TV Game 6", erschienen fünf Nachfolgeversionen, wie zum Beispiel das "Color TV Game 15" oder das "Color TV Racing 112". Alle Versionen der Color-TV-Serie wurden ausschließlich in Japan verkauft.

1978:

Im März veröffentlichte Nintendo den "Computer Othello", der auf dem Brettspiel Othello basiert. Er besitzt einen grünes Monochrom-Display und kann von jedem Spieler über jeweils zehn farbige Tasten gesteuert werden. Die weißen und schwarzen Othello-Spielsteine werden als Quadrate und Pluszeichen dargestellt.

1979:

Hiroshi Yamauchis Schwiegersohn Minoru Arakawa gründete in New York City "Nintendo of America". Im selben Jahr richtete Nintendo zudem eine eigene Abteilung für münzbetriebene Spielautomaten ein.

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Firmengeschichte

1980-1988

1980:

Am 28. April startete Nintendo in Japan den Verkauf der "GAME & WATCH"-Konsolen. Dabei handelt es sich kleine tragbaren Konsolen, die als Erste ihrer Art ein LCD-Display und einen Mikroprozessor besitzen. Insgesamt wurden 59 verschiedene Varianten hergestellt, deren Displaygröße und Knopfbelegung an das jeweils installierte Spiel angepasst sind. In Japan wurden die Konsolen zu einem großen Erfolg und millionenfach verkauft. Der Grafiker Shigeru Myamoto entwickelte unter anderem das Spiel Donkey Kong, bei dem Mario das erste Mal erschien. Damals hieß er noch "Jumpman", war Zimmermann von Beruf und musste seine Freundin Pauline von einem wütenden Affen befreien. Beim Einrichten der Büros von "Nintendo of America" wurde "Jumpman", wegen der Ähnlichkeit mit dem Bürovermieter Mario Segali, in Mario umbenannt.

1981:

Der Spielautomat "Donkey Kong" erschien und wurde weltweit mit großem Erfolg verkauft. Bis heute gilt "Donkey Kong" als eines der erfolgreichsten und bestverkauften Münzautomatenspiele weltweit. Mit dem Erfolg der Spielautomaten, konnte Nintendo seinen amerikanischen Firmensitz "Nintendo of America" vor dem Bankrott retten und einen ersten erfolgreichen Schritt auf dem amerikanischen Videospielmarkt tätigen.

1982:

Nintendo errichtete den neuen Firmenhauptsitz von Nintendo of America in Redmond, Washington, USA. Im selben Jahr erschien der "Donkey Kong"-Nachfolger "Donkey Kong Jr." auf dem Markt.

1983:

Am 15. Juli veröffentlichte Nintendo erstmals in Japan die Heimvideospielkonsole "Family Computer", oder kurz "Famicom". Hierbei handelt es sich um eine Konsole, die auf dem Prinzip des Atari 2600 basiert und somit auch durch Spiele auf auswechselbaren Modulen niemals langweilig werden soll. Zu den ersten verfügbaren Spielen zählen "Excitebike", "Super Mario Bros.", "Metroid", "The Legend of Zelda" und "Punch-Out". Aufgrund der raschen Beliebtheit des Famicom, errichtete Nintendo in Uji City ein neues Werk, um die Produktion zu erhöhen und die Konsole somit auch weltweit verkaufen zu können. In Vancouver, Canada errichtete die Firma zudem eine weitere Tochtergesellschaft. Im selben Monat wurden die Aktien von Nintendo im ersten Index der Tokioter Börse notiert.

1984:

Die Firma veröffentlicht den Münzspielautomaten "VS. System". Dieser Automat besitzt zwei Bildschirme und ist demnach auch für zwei Spieler gedacht. Zu den verfügbaren Spielen gehören unter anderem "Vs. Super Mario Bros" und "Vs. Dr. Mario".

1985:

Am 13. Oktober veröffentlichte Shigeru Myamoto in Japan erstmals sein Spiel "Super Mario Bros." für den Famicom und schuf damit quasi das Spielgenre des Jump'n'Run. Das Spiel kam bei den Leuten sehr gut an und fand schon bald viele Nachahmer. Ab dem 18. Oktober wurde der Famicom auch in den USA verkauft. Nintendo veröffentlichte die Konsole dort allerdings nicht unter dem Titel "Famicom", sondern unter dem Titel "Nintendo Entertainment Systen", oder kurz gesagt "NES". Auch in den USA kam die Konsole, speziell mit "Super Mario Bros.", sehr gut an und brachte Nintendo großen Umsatz ein.

1986:

Nintendo veröffentlichte am 21. Februar in Japan das "Family Computer Disk Drive System", oder kurz "Famicom Disk System". Dabei handelt es sich um ein Diskettenlaufwerk, das über den Modulschacht an den Famicom angeschlossen wird und so Spiele auf 3-Zoll-Disketten abspielen kann. Die Spiele dafür konnten entweder fertig auf einer Diskette gekauft oder über einem sogenannten "Disk Writer" auf eine leere Diskette gespielt werden. Trotz Ankündigungen in den USA, wurde das Famicom Disk System ausschließlich in Japan verkauft. Am 1. September veröffentlichte Nintendo das Nintendo Entertainment System auch in Europa, wo es ebenfalls sehr beliebt wurde. Shigeru Myamoto veröffentlichte am 21. Februar zudem das Action-Adventure-Spiel "The Legend of Zelda" für das Nintendo Entertainment System und setzte damit den ersten Baustein einer weltweit erfolgreichen Videospielreihe.

1987:

Am 14. Januar erschien der "Zelda"-Nachfolger "Zelda II: The Adventure of Link" für den Famicom in Japan.

1988:

Nintendo entwickelte einen Hands-Free-Controller für das Nintendo Entertainment System, um so auch körperlich behinderten Menschen das Spielen zu ermöglichen. Im Oktober erschienen gleich zwei "Super Mario Bros."-Nachfolger für das Nintendo Entertainment System auf dem Markt; am 1. Oktober erschien "Super Mario Bros. 2" in den USA und am 23. Oktober "Super Mario Bros. 3" in Japan.

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Firmengeschichte

1989-2000

1989:

Am 21. April veröffentlichte Nintendo in Japan erstmals den "Game Boy", die erste tragbare Spielkonsole mit austauschbaren Spielmodulen. Er war weltweit ein Riesenerfolg und gilt mit über 118 Millionen verkauften Stück als eine der meistverkauften tragbaren Konsolen aller Zeiten. Anfangs war er nur mit dem Spiel Tetris erhältlich, später kamen jedoch etliche Titel wie zum Beispiel "Super Mario Land" oder "Dr. Mario" dazu. Aufgrund der großen Beliebtheit von Super Mario, erstellte Nintendo seinem Helden zudem eine Zeichentrickserie namens "The Super Mario Bros. Super Show!", deren Handlungen auf den Spielen "Super Mario Bros." und "Super Mario Bros. 2" basieren. Die Serie besteht aus 52 Folgen und wurde erstmals am 4. September auf Fox Networks ausgestrahlt.

1990:

Im Juni gründete Nintendo in Großostheim, Deutschland seine neue Tochtergesellschaft "Nintendo of Europe". Am 21. November veröffentlichte die Firma in Japan seine erste 16-Bit Konsole, den "Super Family Computer", oder kurz "Super Famicom". Wie auch sein Vorgänger, wurde der Super Famicom im Ausland unter dem Titel "Super Nintendo Entertainment System", oder kurz "SNES", verkauft. Er war weltweit ein großer Erfolg, konnte sich allerdings noch nicht wirklich gegen den nach wie vor gut verkauften Famicom durchsetzen. Die Konsole war gemeinsam mit dem Spiel "Super Mario World" erhältlich, dass mittlerweile als das meist verkaufte Spiel für den Super Famicom bekannt ist.

1991:

Nintendo of America begann damit, mehrere Reperaturwerkstätte in den USA und Canada zu eröffnen. Am 13. August erschien der Super Famicom in Amerika. Für die Amerikaverkäufe entwarf Nintendo ein eigenes Design für die Konsole.

1992:

Am 11. April erschien der Super Famicom in Europa, wobei Nintendo auch für europaweite Verkäufe ein eigenes Konsolendesign entworfen hat. Nintendo veröffentlichte außerdem das "Super Scope" und die "SNES-Maus" als Zubehör für den Super Famicom. Bei dem Super Scope handelt es sich um eine Light Gun, die erstmals in den USA erschien und statt dem Gamepad verwendet werden kann, und bei der SNES-Maus handelt es sich um eine Kugelmaus mit zwei Tasten, die gemeinsam mit dem Spiel "Mario Paint" verkauft wurde. Am 21. November veröffentlichte die Firma zudem in Japan den nächsten Titel der Zelda-Reihe für den Super Famicom, "The Legend of Zelda: A Link to the Past".

1993:

Argonaut-Software produziert für den Super Famicom den Super FX Chip, mit dem das Spielerlebnis auf der Konsole quasi revolutioniert wurde. Bei diesem Computerchip handelt es sich nämlich um einen Zusatzprozessor, der in die Spielmodule eingebaut wurde, um so die Leistungsfähigkeit des Super Famicom zu erhöhen. Der Chip ist darauf spezialisiert, die Konsole bei der Berechnung von schattierten und texturierten Polygonen zu unterstützen und ermöglichte dadurch auch komplexere 3D-Spiele. Das erste Spiel, das diese Technologie verwendete, ist "StarWing", bzw. in den USA "StarFox" genannt. Nintendo gründete außerdem neue Tochtergesellschaften in den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Belgien und Australien.

1994:

Nintendo veröffentlichte den "Super Game Boy", den man als Adapter in den Modulschacht des Super Famicom stecken kann, um so auch Game Boy Spiele auf der Konsole zu spielen. Am 24. November erschien in Europa außerdem das Spiel "Donkey Kong Country" für den Super Famicom, das als erstes Spiel sogenannte Advanced-Computer-Modeling-Grafiken, oder kurz ACM-Grafiken, besitzt und damit einen neuen Standard für Videospiele setzte. Unter ACM-Grafik versteht man nämlich das Darstellen von dreidimensionalen Objekten, die jedoch nicht von der Konsole erzeugt werden, sondern bereits vordefiniert sind. In diesem Jahr führte Nintendo auch das Nintendo Gateway System ein, bei dem es sich um Super Famicom Konsolen und zugehörige Spiele handelt, die in Hotels und Flugzeugen eingebaut werden, damit sich die Leute die Zeit vertreiben können.

1995:

Der Game Boy war ab 1. Januar auch in verschiedenen Farben erhältlich. Am 23. April eröffnete Nintendo den Verkauf des Satellaview Adapter für den Super Famicom, mit dem man verschiedene Daten über einen Fernsehsatelliten empfangen konnte. Der Adapter erschien allerdings nur in Japan und war nicht allzu Erfolgreich. Am 25. Juni verkaufte Nintendo in Japan das Spiel "Donkey Kong Land" für den Game Boy, womit die erfolgreichen ACM-Grafiken auch auf diese Konsole kamen. Zudem veröffentlichte Nintendo am 21. Juni in Japan seine erste 32-Bit Konsole, den "Virtual Boy". Diese Konsole lässt den Spieler durch zwei Okulare ein "echtes" 3D-Bild sehen, wodurch ein realistisches Spielerlebnis entstehen sollte. Da die Technik allerdings noch nicht ausgereift war und die Konsole dementsprechend schlecht ankam, stellte Nintendo den Verkauf knapp ein Jahr später wieder ein. Die Firma verbesserte die Qualität der ACM-Grafiken und brachte schließlich am 20. November in den USA das erste Spiel damit heraus: "Donkey Kong Country 2: Diddy's Kong Quest" für den Super Famicom. Dieses Jahr feierte Nintendo außerdem den Verkauf seines milliardsten Spielmoduls.

1996:

Nintendo verkaufte am 26. Februar in Japan die ersten beiden Versionen des, von GAME FREAK entwickelten Spiel "Pokémon" und setzte damit den ersten Schritt einer bis heute noch sehr erfolgreichen Spielreihe. Außerdem veröffentlichte Nintendo am 23. Juni in Japan mit dem "Nintendo 64" die weltweit erste 64-Bit Heimkonsole. Komplexe 3D-Landschaften und hochwertige Soundtracks konnten nun problemlos verwendet werden. Mit dem neuartigen 3D-Joystick auf dem Gamepad, setzte Nintendo auch neue Maßstäbe auf dem Gebiet der Konsolensteuerung. Die Konsole war weltweit ein großer Erfolg, allein am ersten Tag wurden schon mehr als 500000 Stück verkauft. Das Spiel "Super Mario 64" erschien am gleichen Tag wie die Konsole und gilt heute als eines der beliebtesten Spiele auf dem Nintendo 64. Im September erschien des Weiteren der "Game Boy Pocket", bei dem es sich um eine kompaktere Version des normalen Game Boy handelt. Am 22. November erschien für den Super Famicom außerdem "Donkey Kong Country 3: Dixie Kong's Double Trouble!".

1997:

Nintendo verkaufte das "Rumble-Pak" als Zubehör für den Nintendo 64, das an einem Slot unter dem Controller angeschlossen wird und den Controller dann bei bestimmten Aktionen im Spiel vibrieren lässt. Diese Vibrationsfunktion wurde, gemeinsam mit dem 3D-Joystick auf dem Controller, Standard für die Controller aller späteren Heimkonsolen der Firma.

1998:

Am 21. Oktober veröffentlichte Nintendo den "Game Boy Color" in Japan und damit die erste tragbare Konsole, die ein Farbdisplay besitzt. Der Game Boy Color ist kleiner und dünner als der klassische Game Boy und besitzt außerdem eine Infrarotstelle, über die ohne Link-Kabel Daten ausgetauscht werden können. Er war weltweit ein großer Erfolg und wurde insgesamt über 100 Millionen Male verkauft. Am 21. November erschien außerdem "The Legend of Zelda: Ocarina of Time" für den Nintendo 64. Dieses Spiel ist das berühmteste Spiel der Zelda-Reihe und hält zudem bis heute den Rekord als Spiel mit den meisten Vorbestellungen.

1999:

Nintendo veröffentlichte die Spiele "Pokémon Snap", "Mario Golf" und "Donkey Kong 64" für den Nintendo 64, sowie "Pokémon Pinball" für den Game Boy Color. Letzteres gehört zu den ersten Spielen, die ein eingebautes Rumble-Pak besitzen. Der Game Boy Color war nun auch in den Farben Rot, Grün, Gelb und Blau erhältlich. Auf der Electronic Entertainment Expo in Los Angeles kündigte Nintendo außerdem Pläne für eine neue Konsole an, deren Spiele sich nicht mehr auf Modulen, sondern auf Mini-DVDs befinden sollen. Am 21. November veröffentlichte Nintendo in Japan zudem die "Goldene" und die "Silberne" Edition der Pokémon-Reihe für den Game Boy Color, welche beide zu einem großen Erfolg wurden.

2000:

Aufgrund der Beliebtheit von Pokémon, brachte die Firma eine limitierte Pokémon-Edition des Nintendo 64 heraus, bei der sich ein großes gelbes Pikachu auf der Oberseite der Konsole befindet. Für den Nintendo 64 erschienen zudem am 27. April "The Legend of Zelda: Majora's Mask" und am 3. November "Mario Tennis". In diesem Jahr verlagerte Nintendo außerdem sein Hauptquartier in den Minami-Bezirk von Kyoto, Japan. Nintendo of Netherlands war nun auch für Belgien und Luxemburg zuständig und wurde daher in "Nintendo Benelux" umbenannt.

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Firmengeschichte

2000-2011

2001:

Nintendo gründete "Nintendo UK" in Slough, Berkshire, Großbritannien. Am 21. März erschien der Game Boy Advance in Japan auf dem Markt. Er bietet die Leistungen eines verbesserten Super Famicom und ist abwärtskompatibel zu allen bisher erschienen Spielen für Game Boy und Game Boy Color. Der Game Boy Advance erschien gemeinsam mit den Spielen "Super Mario Advance" und "F-Zero: Maximum Velocity" und wurde zur schnellst verkauften Konsole aller Zeiten. Nintendo veröffentlichte außerdem am 14. September in Japan den GameCube. Die würfelförmige Konsole verwendet, wie angekündigt, Mini-DVDs als Speichermedien für die Spiele und austauschbare Module lediglich zum Abspeichern der Spielstände. "Luigi's Mansion", das am gleichen Tag, wie die Konsole erstmals in Japan verkauft wurde, gilt heute als eines der beliebtesten Spiele auf dem GameCube. Am 1. Dezember erschien außerdem der "Nintendo e-Reader" für den Game Boy Advance, mit dem man Daten von sogenannten "e-Cards" einlesen und in bestimmten Spielen verwenden kann. Dieses Gerät wurde in Japan und Amerika verkauft, allerdings nicht in Europa. Am 14. Dezember veröffentlichte Nintendo in Japan zudem "Pokémon Mini", die kleinste Spielkonsole mit austauschbaren Modulen.

2002:

Die Firma gründete am 2. Januar "Nintendo Italy" und eröffnete ein neues Büro in Mailand, Italien. Am 22. Februar kündigte Nintendo mit den Firmen Namco und Sega die gemeinsame Entwicklung an der Grafikkarte "Triforce" an, die in künftigen Spielautomaten eingebaut werden soll, um 3D-Grafiken darzustellen. Der Name der Grafikkarte leitet sich von dem Triforce aus "The Legend of Zelda" ab und soll eine Metapher dafür sein, dass drei Firmen an der Entwicklung beteiligt sind. Ende Mai erklärte Hiroshi Yamauchi seinen Rücktritt als Präsident von Nintendo und übergab die Leitung der Firma an Satoru Iwata. Für den GameCube erschienen der drahtlose "WaveBird Wireless Controller", am 19. Juli in Japan das Spiel "Super Mario Sunshine" und am 17. November in Japan das Spiel "Metroid Prime". Am 21. November veröffentlichte Nintendo mit "Rubin" und "Saphir" außerdem die ersten beiden Pokémon-Spiele für den Game Boy Advance.

2003:

Am 14. Februar veröffentlichte Nintendo in Japan mit dem "Game Boy Advance SP" eine verbesserte Version des Game Boy Advance, die man aufklappen kann. Der SP besitzt als erste tragbare Konsole von Nintendo einen eingebauten Lithium-Ionen-Akku und ein Display mit Hintergrundbeleuchtung, wodurch man nun auch an Orten mit schlechter Beleuchtung problemlos spielen konnte. Am 20. März verkaufte Nintendo in Japan erstmals den "Game Boy Player" für den GameCube, mit dem man auch Spiele von sämtlichen bisher erschienenen Game-Boy-Konsolen über den GameCube spielen kann. Mit "The Legend of Zelda: The Wind Waker" erschien außerdem am 13. Dezember ein weiterer Teil der Zelda-Reihe exklusiv für den GameCube.

2004:

Nintendo kündigte weltweit den "Nintendo DS" an und erzeugte damit große Neugier, weil es sich um eine Konsole mit zwei Bildschirmen handeln soll. Über das Jahr verstreut, erschienen diverse Sondereditionen des Game Boy Advance, wie zum Beispiel die "Classic NES Edition" oder die "Mario Limited Edition". Mit "Feuerrot" und "Blattgrün" kamen am 29. Januar in Japan zwei weitere Editionen der Pokémon-Reihe für den Game Boy Advance heraus. Am 2. Dezember war es endlich soweit und der Nintendo DS erschien in Japan auf dem Markt. Mit seinen zwei Bildschirmen, von denen einer ein Touchscreen ist, dem eingebauten Wi-Fi Empfang und einer Hand voll weiteren technischen Neuerungen, begeisterte der DS Leute auf der ganzen Welt. Er verhalf unter anderem auch dem Touchscreen zu einem entscheidenden Durchbruch auf dem Markt und setzte somit einen Grundbaustein für künftige Spielkonsolen, wie man sie heute kennt.

2005:

Die Entwickler von Nintendo arbeiten an einer neuen Heimkonsole namens "Wii", die über eine vollkommen neue Art der Steuerung verfügen soll. Satoru Iwata präsentierte auf der Tokyo Game Show erstmals den Controller der Wii, ein kabelloses fernsteuerungsähnliches Gerät, und sorgte damit für großes Interesse. Für den Nintendo DS, erschien am 21. April das Spiel "Nintendogs", bei dem sich der Spieler um virtuelle Hunde kümmern kann. Das Spiel war weltweit ein großer Erfolg und erhielt auch einige Auszeichnungen. Am 13. September erschien in Japan außerdem der "Game Boy Micro" auf dem Markt, bei dem es sich um die letzte Konsole der Game-Boy-Reihe handelt. Er ist praktisch eine viel kleinere und kompaktere Version des Game Boy Advance, besitzt aber auch eine Hintergrundbeleuchtung. Im Gegegnsatz zum Game Boy Advance, kann er allerdings keine Game-Boy- und Game-Boy-Color-Spiele mehr abspielen. Im November startete Nintendo außerdem seinen Online-Dienst "Nintendo Wi-Fi Connection" für den Nintendo DS.

2006:

Am 2. März veröffentlichte Nintendo in Japan den "Nintendo DS Lite", bei dem es sich um eine kompaktere Überarbeitung des Nintendo DS handelt. Er war anfangs in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich und besaß, im Gegensatz zum DS, klarere Displays und vier verschiedene Helligkeitsstärken für die Hintergrundbeleuchtung. In Amerika erschienen am 20. März das Spiel "Metroid Prime Hunters" und am 15. Mai das Spiel "New Super Mario Bros.", die zu den beliebtesten Spielen auf dem Nintendo DS zählen. Am 2. Dezember veröffentlichte Nintendo in Japan schließlich die Wii. Das neuartige Steuerungskonzept mit der "Wii-Remote" und den Bewegungssensoren ist weltweit so erfolgreich, dass sich die Konsole bis heute über 90 Millionen Mal verkaufte und damit sämtliche Konkurrenz, die zu dieser Zeit erschien, übertrumpfte.

2007:

Für die Wii erschien am 1. November das Spiel "Super Mario Galaxy", das dem Spieler ein vollkommen neues Spielerlebnis brachte; anstatt von normalen Welten, wie man sie aus bisherigen Super Mario Spielen kennt, läuft Mario auf verschiedenen Planeten herum, die ihn bei ausreichender Nähe anziehen. Es kommen die gesamten Funktionen der Wii zum Einsatz, um den Klempner durch die Welten zu steuern. In diesem Jahr begann Nintendo außerdem schon mit der Planung an einem Nachfolger für die Wii: "Wii U" wird die Konsole heißen und soll über einen zweiten Bildschirm auf dem Controller verfügen.

2008:

Am 1. November veröffentlichte Nintendo in Japan mit dem "Nintendo DSi" einen weiteren Nachfolger des Nintendo DS. Von außen sieht er ähnlich aus wie der Nintendo DS Lite, allerdings ist er auch leichter und flacher und verfügt zudem über größere und hellere Bildschirme. Die Konsole besitzt außen eine Kamera zum Fotografieren, SD-Card Kompatibilität, einen eingebauten Browser, sowie einen Shop, in dem sich der Spieler gegen sogenannte "Nintendo Points" Spiele herunterladen kann. Somit handelt es sich beim DSi um eine Konsole, auf der man nicht nur spielen, sondern auch ähnliche Leistungen, wie auf einem Smart Phone nutzen kann. Des Weiteren unterstützt der WLAN-Adapter des DSi nicht mehr nur die unsichere WEP-Verschlüsselung, sondern auch WPA und WPA-2.

2009:

Nintendo veröffentlichte am 21. November eine neue Version des Nintendo DSi, den "Nintendo DSi LL". Er ist hardwaremäßig identisch mit dem Nintendo DSi, dafür aber größer und verfügt demnach auch über größere Bildschirme. Außerdem sind Programme, wie der Nintendo DSi-Browser, "DR. Kawashimas Gehirn-Jogging für Zwischendurch" und "Wörterbuch 6 in 1" bereits vorinstalliert. In Amerika und Europa wird die Konsole allerdings nicht als "Nintendo DSi LL", sondern unter dem Titel "Nintendo DSi XL" verkauft.

2010:

Die Firma führte am 15. Juni der Öffentlichkeit erstmals den "Nintendo 3DS" auf der Electronic Entertainment Expo in Los Angeles vor und sorgte damit für großes Aufsehen. Es gab nämlich noch nie zuvor eine tragbare Konsole, die ohne spezieller Brillen und anderer Hilfsmittel ein dreidimensionales Bild mit Tiefenwirkung darstellen kann. Am 21. November veröffentlichte die Firma in den USA außerdem das Spiel "Donkey Kong Country Returns" für die Wii. Von Prinzip und Gameplay her ist das Spiel ist an die Vorgänger der Donkey-Kong-Reihe angelehnt, verfügt im Gegensatz zu diesen aber über echte 3D Polygon-Grafik.

2011:

Am 26. Februar war es so weit und Nintendo veröffentlichte den "Nintendo 3DS" in Japan. Wie seine Vorgänger, besitzt auch der 3DS zwei Displays, von denen allerdings das Obere größer als das Untere ist. Das obere Display ist autostereoskopisch, sprich es kann für mehrere Personen dreidimensionale Bilder mit Tiefenwirkung erzeugen, und das Untere ein normaler Touchscreen. Des Weiteren besitzt der 3DS zwei Kameras, mit denen 3D-Fotografie möglich ist, sowie einen Beschleunigungssensor und ein Gyrometer für Bewegungssteuerung. Beim Start der Veröffentlichung hielt sich die Konsole mit weniger als 400000 verkauften Einheiten hinter den Erwartungen, bis heute wurde sie allerdings schon über 15 Millionen Mal verkauft.

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Fusajiro Yamauchi

Steckbrief

Vorname: Fusajiro
Nachname: Yamauchi
Geboren: 22. November 1860; Kyoto, Japan
Gestorben: Januar 1940; Kyoto, Japan
Nationalität: Japaner
Beruf: Gründer und 1. Präsident von Nintendo


Biographie

Fusajiro Yamauchi ist ein japanischer Unternehmer, der am 22. November in Kyoto, Japan geboren wurde. Er hatte eine Tochter, Tei Yamauchi, welche später mit seinem Nachfolger und künftigen Nintendo-Präsident, Sekiryo Kaneda, verheiratet wurde. 1889 gründete er mit 27 Jahren die kleine Firma "Nintendo Koppai" in Kyoto, welche sich mit der Herstellung von traditionellen japanischen Hanafuda-Karten beschäftigte. Die Karten wurden aus der Rinde von Maulbeer- oder Mitsumata-Bäumen hergestellt und dann von Fusajiro in seinem Geschäft in Kyoto angemalt und verkauft. Die Spielkarten der Firma wurden in Japan binnen kürzester Zeit populär und Fusajiro musste Mitarbeiter für die Produktion einstellen, weil die Nachfrage so groß wurde. Außerdem eröffnete er weitere Geschäfte in anderen Regionen. 1907 erkannte er, dass in Japan auch zunehmend Karten mit westlichen Motiven beliebt wurden und verkaufte fortan auch solche Karten. Durch ein Bündnis mit der "Japan Tobacco & Salt Public Cooperation", waren Fusajiros Spielkarten auch in deren Tabakläden erhältlich. 1929 ging Fusajiro im Alter von 70 in den Ruhestand und überließ die Leitung von Nintendo Koppai seinem Schwiegersohn Sekiryo Kaneda, der auf Wunsch den Nachnamen Yamauchi annahm. Fusajiro starb schließlich im Jahr 1940 an einem Schlaganfall.

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Sekiryo Kaneda (Yamauchi)

Steckbrief

Vorname: Sekiryo
Nachname: Kaneda (später Yamauchi)
Geboren: 10. Dezember 1901
Gestorben: 2. Februar 1949
Nationalität: Japaner
Beruf: 2. Präsident von Nintendo


Biographie

Sekiryo Kaneda wurde am 10. Dezember 1901 in Japan geboren und später zum zweiten Präsident von Nintendo. Er wurde mit Fusajiro Yamauchis Tochter Tei Yamauchi verheiratet und übernahm auf Wunsch des Schwiegervaters den Nachnamen Yamauchi. Schon bald nach der Hochzeit brachte Tei ihre Tochter Kimi auf die Welt, welche später ebenfalls heiraten und 1927 ihren Sohn Hiroshi Yamauchi auf die Welt bringen wird. Weil Fusajiro selbst keinen Sohn hatte, dem er seine Firma vermachen konnte, erklärte er Sekiryo 1929 zum neuen Präsidenten von Nintendo Koppai. Zu dieser Zeit galt die Firma bereits als der größter Hersteller von Spielkarten in Japan. 1933 gründete Sekiryo ein Joint-Venture-Unternehmen und benannte die Firma in "Yamauchi Nintendo & Co." um. 1947 gründete er zudem die Vertriebsgesellschaft "Marufuku Co. Ltd.", um den Verkauf der Spielkarten zu erhöhen. Nachdem Sekiryo 1949 einen Schlaganfall erlitt, trat er von seinem Chefposten zurück und übergab die Firma an seinen Enkel Hiroshi. Er starb noch im selben Jahr an den Komplikationen seines Schlaganfalls.

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Hiroshi Yamauchi

Steckbrief

Hiroshi Yamauchi

Vorname: Hiroshi
Nachname: Yamauchi
Geboren: 7. November 1927; Kyoto, Japan
Nationalität: Japaner
Beruf: 3. Präsident von Nintendo


Biographie

Hiroshi Yamauchi ist der Urenkel von Nintendo-Gründer Fusajiro Yamauchi und trug zu Nintendos Erfolg auf dem Videospielmarkt wesentlich bei. Er wurde am 7. November 1927 in Kyoto geboren und wuchs dort bis zu seinem fünften Lebensjahr bei seinen Eltern Kimi und Shikanojo auf. Als er fünf Jahre alt war, verließ Shikanojo die Familie, woraufhin Kimi zu ihrer Schwester zog und Hiroshi fortan bei seinen Großeltern aufwuchs. Mit zwölf Jahren ging Hiroshi auf eine Vorbereitungsschule, um später Jura zu studieren. Wegen dem zweiten Weltkrieg musste er sein Studium unterbrechen und arbeitete in einer Militärfabrik, da er noch zu jung zum Kämpfen war. Nach Kriegsende 1945 setzte er sein Studium an der Waseda University fort und heiratete später Michiko Inaba. 1949 brach Hiroshi sein Studium ganz ab, weil er von seinem Großvater Sekiryo zum Präsidenten von Nintendo erklärt wurde. Hiroshi wusste, dass er hart durchgreifen müsse, damit ihm die Mitarbeiter den gleichen Respekt wie seinem Großvater entgegenbringen würden und feuerte so unter Anderem kurz nach seiner Übername sämtliche Mitarbeiter, die seine Autorität anzweifelten. 1950 wurde Hiroshis erstes Kind, seine Tochter Yoko, geboren und sieben Jahre später folgte die zweite Tochter Fujiko und sein Sohn Katsuhito. Yoko heiratete später Minoru Arakawa, dem Hiroshi später einen Posten bei Nintendo anbot. 1969 entdeckte Hiroshi beim Besuch einer seiner Hanafuda-Fabriken den Ingenieur Gunpei Yokoi, welcher mit einer selbstgebastelten ausfahrbaren Greifhand spielte, um sich während der Pausen zu unterhalten. Er ließ Yokoi seine Greifhand als geeignetes Produkt für die Massen entwickeln und schuf damit Nintendos erstes Spielzeug mit größerem Erfolg. Von da an ging es bergauf; in rund 20 Jahren machte er aus Nintendo das milliardenschwere Videospielunternehmen, als das man es heute kennt. 1997 kündigte Hiroshi seinen Rücktritt an, verblieb aber noch einige Zeit bei der Firma. Am 31. Mai 2002 trat er schließlich zurück und übergab die Leitung der Firma an Satoru Iwata. Mit einem Vermögen von rund 3.9 Billionen Dollar gilt Hiroshi als einer der reichsten Männer Japans und der ganzen Welt.

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Satoru Iwata

Steckbrief

Satoru Iwata

Vorname: Satoru
Nachname: Iwata
Geboren: 6. Dezember 1959; Sapporo, Japan
Nationalität: Japaner
Beruf: 4. Präsident von Nintendo


Biographie

Satoru Iwata ist Spielprogrammierer und aktueller Präsident von Nintendo. Er wurde am 6. Dezember 1959 in Sapporo, Japan geboren und zeigte schon früh Interesse an der Kreation von Videospielen. Während der High School produzierte Satoru bereits einige simple Nummernspiele für Taschenrechner bei sich zu Hause, die er dann mit seinen Schulfreunden teilte. Nach Abschluss der High School schrieb er sich am angesehenen Tokio Institute of Technology ein und studierte dort Informatik als Hauptfach. Während seiner tertiären Ausbildung begann er als Teilzeitprogrammierer bei HAL Laboratory Inc., einem Tochterunternehmen von Nintendo, zu arbeiten, wo er 1982 schließlich einen Job als Vollzeitprogrammierer annahm. Obwohl Satoru große Freude an seinem Job hatte, war seine Familie weniger froh darüber, dass er eine Karriere in der Videospielindustrie geplant hatte. 1983 wurde er zum Koordinator für Softwareprogrammierung befördert und war in den kommenden Jahren an der Entwicklung zahlreicher Projekte von HAL, aber auch Nintendo, beteiligt. Zu seinen bedeutendsten Projekten gehört unter anderem die weltbekannte "Kirby"-Videospielserie und Spiele wie "Balloon Fight" oder "EarthBound". Später war er aber auch an der Entwicklung von "Super Mario Sunshine", "Star Fox Adventures" und "The Legend of Zelda: The Wind Waker" beteiligt. 1993 wurde Satoru schließlich zum Präsidenten von HAL ernannt und verhalf der Firma, welche 1992 Pleite gegangenen war, wieder zu Geld. Im Jahr 2000 verließ er HAL, weil ihm bei Nintendo der Posten als Chef der Abteilung für Unternehmensplanung angeboten wurde. Am 31. Mai 2002 wurde Satoru schließlich von Hiroshi Yamauchi zum neuen Präsident von Nintendo ernannt und ist somit der erste Präsident der Firma, der in keiner Weise mit der Yamauchi-Familie verwandt ist. Trotz seines hohen Postens, unterstützt er HAL nach wie vor als Fachberater bei ihren Projekten und soll dort laut Gerüchten sogar als Künstler für Concept-Art von neuen Kirby-Spielen arbeiten. Unter Satorus Leitung entstanden Konsolen, wie der "Nintendo 3DS" oder die "Wii", mit denen Nintendo eine vollkommen neue Generation von Spielkonsolen schuf. Aktuell ist Satoru an der Entwicklung der "Wii U" beteiligt, die gegen Ende 2012 auf dem Markt erscheinen soll.

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Shigeru Miyamoto

Steckbrief

Shigeru Miyamoto

Vorname: Shigeru
Nachname: Miyamoto
Geboren: 16. November 1952; Sonebe (heute Nantan), Japan
Nationalität: Japaner
Beruf: Leiter und Manager bei Nintendo


Biographie

Shigeru Miyamoto ist der Erfinder von Super Mario und Zelda und lieferte einen wesentlichen Beitrag zu Nintendos Erfolg auf dem Gebiet der Videospielindustrie. Er wurde am 16. November 1952 in Sonebe, einer Landgemeinde in der Nähe von Kyoto, Japan, als Kind von zwei Lehrern geboren und wuchs auch in selbiger Gemeinde auf. Als Kind hatte er großen Spaß daran, seine Umgebung um sein Zuhause zu erforschen und sammelte dabei eine Vielzahl von Erinnerungen, die später bei seinen Spielen eine wesentliche Rolle spielen werden. Der sogenannte "Kettenhund" aus den Super Mario Spielen basiert zum Beispiel auf einem aggressiven schwarzen Hund, welcher vor einem Haus an einer Metallstange festgekettet war und den Shigeru bei seinen Ausflügen in die Stadt immer wieder beobachtete. Auch die Idee zu "The Legend of Zelda" kam ihm durch eine kleinen Höhle, die er als Kind entdeckte und die er sich nach ein paar Besuchen auch zu erforschen traute. Als Shigeru älter wurde, interessierte er sich zunehmend für Zeichnen und Gitarre spielen, was ebenfalls einen Beitrag zu seinem späteren Erfolg lieferte. 1970 begann er ein Studium auf dem Kanazawa Munici College für industrielle Kunst und Handwerke und machte nach fünf Jahren seinen Abschluss in industriellem Design. Danach war er lange Zeit ohne Job, bis ihm 1977 sein Vater bei seinem guten Freund und damaligen Präsidenten von Nintendo, Hiroshi Yamauchi, zwei Vorstellungsgespräche arrangierte. Shigeru konnte Yamauchi mit seinen Ideen für neue Spiele überzeugen und bekam einen Posten als "Staff Artist", bei dem er sich um das Design von Spielautomaten und der zugehörigen Flyer kümmern musste. 1980 erhielt er den Auftrag, ein Arkade-Spiel zu entwickeln, das Nintendo vor dem Bankrott durch den Misserfolg der "Radar Scopes" retten sollte und entwickelte daraufhin "Donkey Kong". Das Spiel kam ein Jahr später auf den Markt und war ein weltweiter Erfolg. Mit "Donkey Kong" erschien auch Mario dar erste Mal, welcher damals aber noch unter dem Namen "Jumpman" bekannt war. 1984 wurde Shigeru zum "General Manager" der "R&D 4" Abteilung befördert und entwickelte ein Jahr später das erste Spiel seiner Zelda-Reihe für das NES. 1985 verliebte sich Shigeru außerdem in seine Mitarbeiterin Yasuko und heiratete sie. Die beiden bekamen zwei Kinder. In den folgenden Jahren war er noch an vielen bedeutenden Projekten beteiligt und brachte eine Vielzahl an Spieltiteln auf den Markt. Heute ist er einer der Leiter und Manager von Nintendo und macht größtenteils die Qualitätskontrollen der Spiele. Trotz seiner hohen Stellung, arbeitet er aber hin und wieder auch selbst an Projekten mit. Für seine Taten erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch der französische Kulturorden (März 2006) und der "Lifetime Archievement Award" (2007) für sein Lebenswerk.

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Gunpei Yokoi

Steckbrief

Gunpei Yokoi

Vorname: Gunpei
Nachname: Yokoi
Geboren: 10. September 1941; Kyoto, Japan
Gestorben: 4. Oktober 1997; Komatsu, Japan
Nationalität: Japaner
Beruf: Spielentwickler


Biographie

Gunpei Yokoi war ein japanischer Spielentwickler und zählt zu den wichtigsten Personen in Nintendos Geschichte. Er wurde am 10. September 1941 als Sohn eines Pharmakonzernleiters geboren und wuchs in Kyoto, Japan auf. Nach der Schule studierte er Elektronik auf der Doshinsha Universität, wobei er speziell in Mathematik und Naturwissenschaften hervorragend gewesen ist, und schrieb nach seinem Abschluss eifrig Bewerbungsschreiben an diverse Firmen in Kyoto. Darunter befand sich auch Nintendo. 1965 wurde er schließlich von Nintendo angestellt und bekam einen Posten in einer der Fabriken, bei dem er sich um die Wartung der Fließband-Maschinen kümmern musste, auf denen damals noch Hanafuda-Spielkarten hergestellt wurden. 1969 ereignete sich schließlich sein erster großer Durchbruch bei Nintendo: Hiroshi Yamauchi, der damalige Präsident von Nintendo, besuchte die Fabrik, in der Gunpei arbeitete und entdeckte dabei die "Ultra Hand". Hierbei handelt es sich um eine ausfahrbare Greifhand, die Gunpei gebastelt hat, um sich die Pausen zu vertreiben. Hiroshi zeigte Interesse an dem Spielzeug und fragte Gunpei, ob er es als Produkt für Weihnachten herausbringen möchte. Als dieser einwilligte, übergab ihm Hiroshi die Produktionsleitung und das fertige Produkt erschien schließlich 1970 auf dem Markt. Weil das Spielzeug so erfolgreich war, bekam Gunpei in den kommenden Jahren weitere Aufträge für Nintendo-Projekte, wie zum Beispiel die "Ultra Machine", die "Teufelstonne" oder einen "Love Tester". Ab 1974 widmete sich Nintendo weitgehend der Unterhaltungselektronik und Gunpei erhielt als einer der Ersten einen Posten als Spieldesigner. Als er 1979 mit der Shinkansen (eine High-Speed Bahnlinie in Japan) reiste, beobachtete er einen gelangweilten Geschäftsmann, der auf den Tasten seines LCD Taschenrechners herumdrückte. Dabei kam ihm die Idee zu einem vollkommen neuartigen Handheld, das ein LCD Display besitzen und über verschiedene Tasten steuerbar sein soll. Am 28. April 1980 erschien es schließlich unter dem Namen "Game & Watch" und war weltweit ein enormer Erfolg. Nintendo produzierte bis zum 14. Oktober 1991 insgesamt 59 verschiedene Spiele der Game-&-Watch-Reihe, von denen jedes Handheld an das jeweilige Spiel angepasst ist. Das plusförmige Steuerkreuz (D-Pad), wie man es von vielen heute gängigen Konsolen kennt, erschien ebenfalls mit den Game & Watch Spielen und wurde von Gunpei erstmals für das 1982 erschienene Donkey Kong Spiel entwickelt. Als sich Nintendo 1981 erstmals Arcade-Spielen widmete, erhielt er den Auftrag, Super-Mario-Erfinder Shigeru Miyamoto beim Erstellen seines Spiels "Donkey Kong" als Mentor zur Verfügung zu stehen. Am 21. April 1989 veröffentlichte Nintendo Gunpeis größten Erfolg bei Nintendo, den "Game Boy". Die tragbare Konsole war weltweit ein Riesenerfolg und gilt mit über 118 Millionen verkauften Einheiten als eine der meistverkauften tragbaren Konsolen aller Zeiten. 1995 erschien der "Virtual Boy" auf dem Markt, an dem Gunpei und seine Entwicklungsabteilung drei Jahre gearbeitet haben. Trotz hoher Erwartungen, war die Konsole jedoch ein ziemlicher Flopp. Nach dieser Niederlage, verließ Gunpei Nintendo am 15. August 1996 und eröffnete ein neues Unternehmen namens "Koto Company", mit dem Ziel Handheld-Spiele für Kinder zu entwickeln. Am 7. Oktober 1997 fand Gunpei einen tragischen Tod, als er mit seinem Mitarbeiter Etsuo Kisoo den Hokuriko Expressway entlangfuhr; als Etsuo einen Wagen anfuhr, stiegen er und Gunpei aus, um den Schaden zu begutachten. Dabei wurden sie von einem anderen Auto angefahren, wobei Etsuo leicht und Gunpei schwer verletzt wurde. Gunpei wurde sofort ins Spital gebracht, erlag seinen Verletzungen jedoch zwei Stunden später.

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Zuletzt geändert am 9. Januar 2018
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